C.M. WittmannMalerin und Kunsthistorikerin

Mag. Dr. phil. Christa Magdalena Wittmann, 1953 in Judenburg geboren, wuchs in der Steiermark sowie in Tirol auf und maturierte in Innsbruck an einem musisch-humanistisch ausgerichteten Gymnasium. In den 1970ern studierte sie in Wien an der Akademie der bildenden Künste Bühnenbild bei Lois Egg und Malerei bei Josef Mikl sowie Kunstgeschichte. Prägend für die darauf folgende künstlerische Arbeit waren Begegnungen mit Prof. Anton Lehmden und Prof. Rudolf Hausner. In der damaligen Zeit entstanden unter deren Einfluss vorwiegend dem Phantastisch-Surrealen verpflichtete Arbeiten.

In der Folge lebte C.M. Wittmann in Salzburg, hielt jedoch Kontakte nach Wien aufrecht und schloss ein Studium der Pädagogik ab. Ihrem künstlerischen Interesse entsprechend, versuchte sie in ihrer Diplomarbeit „Zur Problematik des Mystischen in der Kinderzeichnung“, Archetypisches, Irreales und Phantastisches in bildnerischen Arbeiten von Kindern aufzuspüren und zu untersuchen. Von der damaligen Bildsprache unterscheiden sich die heutigen Arbeiten essentiell sowohl im Ausdruck, Farb- und Themenwahl. Kunsthistorisch beschäftigte sich die Künstlerin in diesem Zeitraum intensiv mit der Malerei der Renaissance.

In den späten 1990ern entschied sich C.M. Wittmann auch ihre Kenntnisse im Bereich Kunstwissenschaften und Philosophie zu erweitern. Den Schwerpunkt ihres Studiums bildete die Erforschung von Stillleben der klassischen Moderne unter den Gesichtspunkten der Gestaltpsychologie. Eine Thematik, die sich zunächst in einer Magisterarbeit über frühe Stillleben von Henri Matisse niederschlug. Das Studium der Kunstgeschichte und Archäologie schoss sie mit Auszeichnung ab und promovierte mit der Dissertation“ Pablo Picasso, Stillleben (1895-1925), “Nature mortes dans l´art vivant“, gestalttheoretische Analysen – hermeneutische Resultate“. Die intensive Auseinandersetzung mit Kunstpsychologie bzw. interdisziplinär mit den über die Gestaltpsychologie erforschten Wahrnehmungsphänomenen und daraus resultierenden Sehgesetzen ist für ihr heutiges Schaffen von großer Bedeutung.